CROSSLINKING

Crosslinking (CXL-Quervernetzung Der Hornhaut)

Beim Crosslinking wird eine Substanz (Riboflavin) in die Hornhaut eingebracht, die später mit UV-Licht bestrahlt wird. Durch das UV-Licht in der Hornhaut reagiert das Riboflavin und erhöht die Kollagendichte. Die Folge ist eine stärkere und stabilere Hornhaut mit dem Ziel, das Fortschreiten des Keratokonus zu verhindern bzw. zu bremsen. Das Behandlungsziel ist erreicht, wenn eine Stagnation der Erkrankung erzielt wird. Eine Verbesserung der Sehleistung ist zwar nicht zu erwarten, in Einzelfällen jedoch möglich. In der Vergangenheit waren die Episoden-Off Systeme denen ohne Entfernung des Epithels überlegen. Das hat sich mit den neuen Epi-On Verfahren geändert. gerade mit dem beschleunigten Eli-On Verfahren werden ähnlich gute Ergebnisse erzielt, ohne das Eitel (oberste Deckzellschicht der Hornhaut) zu entfernen.

Hier eine Übersicht der möglichen Verfahren

Klassisches Crosslinking (Epi-off Crosslinking)

Das klassischste und etablierteste Verfahren ist das offene Crosslinking. Dabei wird die obere Hornhautschicht (Epithel) entfernt, um das Riboflavin möglichst tief in die Hornhaut einzubringen (ca. 350-400 μm).

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

  • war bisher die bessere Stabilisierung
  • schmerzhafter
  • Heilung dauert länger
  • höhere Infektionsgefahr und eine Gefahr von Narbenbildung

Transepitheliales Crosslinking (Epi-on Crosslinking)

Beim transepithelialen Crosslinking (TXCL) entfällt die Entfernung der oberen Hornhautschicht (Epithel). Das Riboflavin wird mit einer speziellen Lösung eingebracht und dringt nur ca. 150 μm in die Hornhaut ein. Es wird eingesetzt, wenn die Hornhautdicke durch die Keratokonus Erkrankung unter 400um gefallen ist.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

  • Schnellerer Heilungsverlauf
  • weniger Schmerzen
  • möglicherweise geringere Wirksamkeit

Accelerated CXL

Bei diesem Verfahren bleibt das Epithel erhalten. Das Verfahren gleicht dem des Epi-On Verfahrens aber die Bestrahlungszeit ist kürzer und intensiver. Mit diesem Verfahren umgeht man die Nachteile (geringere Stabilität) des Opi-On Verfahrens, erkauft sich aber viele Vorteile.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

  • kürzer und angenehmer
  • kürzere Heilungsdauer
  • gleiche Wirksamkeit wie das klassische verfahren ohne die Nachteile durch entfernen des Epithels
Ziel: Bessere Wirksamkeit bei erhaltenem Epithel. Aktuell unser Verfahren der Wahl.

Individualisiertes Crosslinking (ELZA-Pace)

Das Elza-pace customized CXL Verfahren ist eine individualisierte Form der Hornhautvernetzung zur Behandlung von Keratokonus und anderen Hornhautektasien. Es kombiniert eine topographiegesteuerte, oberflächliche Laserabtragung (PTK) des Epithels über dem Kegel mit einer anschließenden, ebenfalls angepassten Vernetzung. Durch die gezielte Epithelentfernung und die Variation der Riboflavin-Konzentration sowie der UV-Bestrahlung wird eine stärkere Vernetzung im Bereich des Kegels erreicht, was zu einer Abflachung und Regularisierung der Hornhaut führen kann und somit die Sehqualität verbessert. Im Gegensatz zu anderen Verfahren wird hier kein Hornhautgewebe abgetragen. Dieses Verfahren ist noch nicht etabliert. Wir beobachten es mit Spannung.

Sauerstoff gestütztes Crosslinking (oxygen-enhanced CXL)

Die Quervernetzung der Hornhaut bei CXL geschieht generell durch eine photochemische Reaktion, bei der UV Licht, Vitamin B (Riboflavin) und Sauerstoff(O2) miteinander wirken.—> ohne Sauerstoff funktioniert das Ganze deutlich schlechter! Beim sauerstoffgestützten Verfahren wird zusätzlich O2 durch eine Maske oder Kanüle an das Auge heran geführt.

Ziel: stärkere biochemische Wirkung bei accelerated CXL und Epi-On Verfahren.

Das Verfahren ist auch noch nicht etabliert könnte aber in Zukunft für das Verfahren der Wahl werden und gehört aber zu denen welches wir mit großer Spannung beobachten.

Welches Verfahren für Dich das Beste ist entscheiden wir Interdisziplinär mit unserem Ärzte Team aus erfahrenen Keratokonus-Spezialisten.

Schaut Euch den Film an. Unsere Gerätehersteller Glaukos zeigt Euch wie es geht!

Descemet stripping
endothelial keratoplasty 
(DSEK)

Descemet Membrane
Endothelial Keratoplasty
(DMEK)

Deep anterior lamellar
Keratoplasty (DALK)

Penetrating
Keratoplasty (PKP)