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KONTAKTLINSEN

Prinzip

Warum ist eine Kontaktlinsenversorgung bei allen irregulären (ungleichmäßigen) Veränderungen der Hornhaut sinnvoll? Eine Kontaktlinse benötigt immer eine gewisse Eigenstabilität (harte Kontaktlinsen mehr als weiche).

Weiche Keratokonus-Kontaktlinsen (Grad 1-2)

Weiche Keratokonus-Kontaktlinsen lassen sich erst seit einigen Jahren seriös anpassen. Es dauerte lange, bis ein hochgasdurchlässiges, individuell zu verarbeitendes Material zur Verfügung stand. Diese weichen Keratokonus-Kontaktlinsen verfügen über eine höhere Eigenstabilität und haben dadurch eine ähnliche Wirkungsweise wie harte Keratokonus-Kontaktlinsen.
Wir fertigen rotationssymmetrische, torische, rücktorische, weiche Kontaktlinsen (als Einstärken- oder auch Multifokalvariante)
Einsatzgebiete: Keratokonus, Keratoglobus, PMD, Transplantatversorgung und alle Arten von irregulären Hornhäuten

Stärken und Schwächen auf einen Blick:

  • Hoher Tragekomfort
  • Individuell anpassbar
  • Geringes Verlustrisiko
  • Meist nur bei Keratokonus-Grad 1-2 einsetzbar (stark abhängig von Lage des Apex)
  • U. U. geringfügig schlechtere Sehleistung als bei formstabilen Kontaktlinsen
  • U. U. geringere O2-Versorgung als bei formstabilen Kontaktlinsen

Harte Keratokonus-Kontaktlinsen (Grad 1-4)

Bei einer nicht ausreichenden Brillenkorrektur oder einer zu schlechten Sehleistung mit weichen Kontaktlinsen sind formstabile Keratokonus-Kontaktlinsen immer noch die erste Wahl. Richtig anpasst haben sie deutliche physiologische Vorteile.
Die Speziallinsen sind in vielen verschiedenen Parametern und Formen verfügbar und werden individuell gefertigt. Der entscheidende Aspekt ist die vorliegende Hornhauttopographie (Landkarte des Auges), die mit der Pentacam oder dem Videokeratographen erstellt wird.
Wir fertigen rotationssymmetrische, fronttorische, rücktorische und quadrantenspezifische harte Kontaktlinsen (als Einstärken- oder auch Multifokalvariante)
Einsatzgebiete: Keratokonus, Keratoglobus, PMD, Transplantatversorgung und alle Arten von irregulären Hornhäuten

Stärken und Schwächen auf einen Blick:

  • Maximal individuell anpassbar
  • Deckt ab Anpassung alle Keratokonusstadien ab
  • Sehr gute Sehleistung
  • Gute O2-Versorgung
  • Höheres Verlustrisiko
  • Linsen müssen für hohen Tragekomfort eingetragen werden

Hybridlinsen (Grad1-4)

Komposit-Kontaktlinsen bestehen aus einem harten Kern und einem weichen Rand. Sie verbinden die gute Optik einer harten Kontaktlinse mit dem Tragekomfort einer weichen.
Hybridlinsen sind erst seit sehr kurzer Zeit aus einem physiologisch einsetzbaren Material verfügbar. Die Anpassung dieser Art von Kontaktlinsen gehört ausschließlich in die Hand von Spezialisten.
Gerade bei Unverträglichkeiten von harten Konus-Kontaktlinsen überzeugen die Erfolge.
Einsatzgebiete: Keratokonus, Keratoglobus, PMD, Transplantatversorgung und alle Arten von irregulären Hornhäuten
Wir fertigen rotationssymmetrische, torische Hybridlinsen (als Einstärken- oder auch Multifokalvariante)

Stärken und Schwächen auf einen Blick:

  • Hoher Spontankomfort im Vergleich zu harten Linsen
  • Geringes Verlustrisiko
  • Gute bis sehr gute Sehleistung
  • Deckt nicht alle Keratokonusstadien ab
  • Begrenzt individuell anpassbar
  • Mittlere O2-Versorgung

SKLERALLINSEN (GRAD 1-4)

Sklerallinsen sind ein spezielles System, das schon viele Jahre auf dem Markt ist, jedoch derzeit durch bessere Materialien eine Renaissance erlebt. Wie der Name schon sagt, sitzen Sklerallinsen mit dem Rand auf der Sklera (Bindehaut) und überbrücken so die gesamte Hornhaut. Angewendet wird das System bei sehr trockenen Augen oder ausgesprochen irregulären Hornhäuten, die nicht mit klassischen harten Kontaktlinsen versorgt werden können. Sklerallinsen sind in verschiedenen Größen erhältlich. Man unterscheidet zwischen Miniskleral- (Durchmesser 14,5 bis 16,00 mm) und Sklerallinsen (Durchmesser 16,0 bis 24,0 mm).
Einsatzgebiete: Keratokonus, Keratoglobus, PMD, Transplantatversorgung und alle Arten von irregulären Hornhäuten
Wir fertigen rotationssymmetrische, torische Sklerallinsen (als Einstärken- oder auch Multifokalvariante)

Stärken und Schwächen auf einen Blick:

  • Hoher Spontankomfort im Vergleich zu harten Linsen
  • Individuell anpassbar
  • Geringes Verlustrisiko
  • Deckt alle Keratokonusstadien ab
  • Gute bis sehr gute Sehleistung
  • Gute O2-Versorgung
  • U. U. begrenzte Tragezeit

PIGGYBACK-/HUCKEPACK-SYSTEM (GRAD 1-4)

Das PiggyBack- oder Huckepack-System ist eine Lösung für alle Augen, die zur Gewährleistung einer guten Sehleistung den Komfort einer weichen Linse mit der Optik einer Hartlinse verbinden müssen.
Dieses Anforderungsprofil findet man häufig bei irregulären Hornhäuten, einem Keratokonus oder Keratoglobus.
Erst wird eine weiche, bequeme Trägerkontaktlinse mit mittiger Aussparung eingesetzt, auf die von außen eine harte Kontaktlinse gesetzt wird. Diese ist exakt für die Aussparung in der weichen Kontaktlinse gefertigt und haftet sicher in ihrer Position. Die Lösung ist ein Segen für Betroffene, die zwangsläufig eine harte Optik benötigen.
Einsatzgebiete: Keratokonus, Keratoglobus, PMD, Transplantatversorgung und alle Arten von irregulären Hornhäuten
Einsatzgebiete: Keratokonus, Keratoglobus, PMD, Transplantatversorgung und alle Arten von irregulären Hornhäuten

Wir fertigen rotationssymmetrische und torische PiggyBack-Systeme (als Einstärken- oder auch Multifokalvariante)

  • Hoher Spontankomfort im Vergleich zu harten Linsen
  • Gute bis sehr gute Sehleistung
  • Gute O2-Versorgung
  • Begrenzt individuell anpassbar
  • Höheres Verlustrisiko der harten Linse
  • Deckt alle Keratokonusstadien ab
  • Hoher Material- und Kostenaufwand (ein Hart- und ein Weichlinsen-System erforderlich)
  • Hoher Handling- und Pflegeaufwand
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