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Beim Crosslinking wird eine Substanz (Riboflavin) in die Hornhaut eingebracht, die später mit UV-Licht bestrahlt wird. Durch das UV-Licht in der Hornhaut reagiert das Riboflavin und erhöht die Kollagendichte. Die Folge ist eine stärkere und stabilere Hornhaut mit dem Ziel, das Fortschreiten des Keratokonus zu verhindern bzw. zu bremsen. Das Behandlungsziel ist erreicht, wenn eine Stagnation der Erkrankung erzielt wird. Eine Verbesserung der Sehleistung ist zwar nicht zu erwarten, in Einzelfällen jedoch möglich. In der Vergangenheit waren die Episoden-Off Systeme denen ohne Entfernung des Epithels überlegen. Das hat sich mit den neuen Epi-On Verfahren geändert. gerade mit dem beschleunigten Eli-On Verfahren werden ähnlich gute Ergebnisse erzielt, ohne das Eitel (oberste Deckzellschicht der Hornhaut) zu entfernen.
Das klassischste und etablierteste Verfahren ist das offene Crosslinking. Dabei wird die obere Hornhautschicht (Epithel) entfernt, um das Riboflavin möglichst tief in die Hornhaut einzubringen (ca. 350-400 μm).
Bei diesem Verfahren bleibt das Epithel erhalten. Das Verfahren gleicht dem des Epi-On Verfahrens aber die Bestrahlungszeit ist kürzer und intensiver. Mit diesem Verfahren umgeht man die Nachteile (geringere Stabilität) des Opi-On Verfahrens, erkauft sich aber viele Vorteile.
Das Elza-pace customized CXL Verfahren ist eine individualisierte Form der Hornhautvernetzung zur Behandlung von Keratokonus und anderen Hornhautektasien. Es kombiniert eine topographiegesteuerte, oberflächliche Laserabtragung (PTK) des Epithels über dem Kegel mit einer anschließenden, ebenfalls angepassten Vernetzung. Durch die gezielte Epithelentfernung und die Variation der Riboflavin-Konzentration sowie der UV-Bestrahlung wird eine stärkere Vernetzung im Bereich des Kegels erreicht, was zu einer Abflachung und Regularisierung der Hornhaut führen kann und somit die Sehqualität verbessert. Im Gegensatz zu anderen Verfahren wird hier kein Hornhautgewebe abgetragen. Dieses Verfahren ist noch nicht etabliert. Wir beobachten es mit Spannung.
Die Quervernetzung der Hornhaut bei CXL geschieht generell durch eine photochemische Reaktion, bei der UV Licht, Vitamin B (Riboflavin) und Sauerstoff(O2) miteinander wirken.—> ohne Sauerstoff funktioniert das Ganze deutlich schlechter! Beim sauerstoffgestützten Verfahren wird zusätzlich O2 durch eine Maske oder Kanüle an das Auge heran geführt.
Das Verfahren ist auch noch nicht etabliert könnte aber in Zukunft für das Verfahren der Wahl werden und gehört aber zu denen welches wir mit großer Spannung beobachten.
Welches Verfahren für Dich das Beste ist entscheiden wir Interdisziplinär mit unserem Ärzte Team aus erfahrenen Keratokonus-Spezialisten.